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: Eine Aktie wie ein Fels in der Brandung

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ela. Wien, 6. Juli. Postdienstleister sind für B?rsianer Mangelware, aber in unsicheren Zeiten eine interessante Option. Neben der Deutschen Post gibt es auf der Welt nur drei andere gelistete Branchenvertreter: Das Quartett vervollst?ndigen, ...

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          ela. Wien, 6. Juli. Postdienstleister sind für B?rsianer Mangelware, aber in unsicheren Zeiten eine interessante Option. Neben der Deutschen Post gibt es auf der Welt nur drei andere gelistete Branchenvertreter: Das Quartett vervollst?ndigen, abgesehen von der Post in Singapur, ihr Konkurrent in den Niederlanden und die ?sterreichische Post AG. Unter den europ?ischen Anbietern ist ?sterreichs Post mit ihrer Ausrichtung auf das inl?ndische Briefbef?rderungsgesch?ft eine Besonderheit und daher schwer mit ihrem deutschen oder holl?ndischen Pendant vergleichbar. W?hrend die beiden anderen Werte als international agierende Logistikdienstleister von der Weltkonjunktur abh?ngig sind, treibt ?sterreichs Zusteller eher die inl?ndische Regulierung.

          Seit seinem B?rsengang vor fünf Jahren hat der Kurs des mehrheitlich dem ?sterreichischen Staat geh?renden Unternehmens rund 15 Prozent zugelegt. Der Kurs schwankte allerdings stark: Im Herbst 2006 erklomm er mit rund 40 Euro den h?chsten Wert überhaupt, derzeit kostet eine Aktie etwas mehr als 21 Euro. Nach Ansicht von Marktteilnehmern bietet das Spielraum nach oben. Bernd Maurer, Analyst der Raiffeisen Centrobank (RCB) in Wien, sieht derzeit ein attraktives Einstiegsniveau für den krisensicheren Titel. Mit einem Kurs-Gewinn-Verh?ltnis von beinahe 12 ist die Aktie billiger als die Post in Singapur, aber teurer als die Deutsche Post DHL und die Post in den Niederlanden. Diese Pr?mie l?sst sich mit der konjunkturunabh?ngigen Ausrichtung begründen.

          In ?sterreich ist die Post unangefochtener Marktführer - sowohl im Briefgesch?ft als auch in der Bef?rderung und Zustellung von Paketen, insbesondere an private Empf?nger. Zwar belastet der seit Jahresbeginn liberalisierte Markt für Briefzustellungen die ?sterreichische Post. Dem Dienstleister k?nnten in den kommenden Jahren so hundert Millionen Euro Umsatz und damit ein Zehntel des in der Sparte Brief erwirtschafteten Erl?ses verlorengehen - das ist keine Kleinigkeit, zumal die Post noch fast zwei Drittel des Umsatzes in der Division Brief erzielt und nur gut ein Drittel mit Paket und Logistik. Doch Pakete legen zu. Und trotz der gesetzlich verordneten ?ffnung bleibt der Markt für Briefsendungen zun?chst fest in der Hand des einstigen Monopolisten, weil potentielle Konkurrenten aus Deutschland und Frankreich vorerst das Handtuch warfen. Mitbewerber h?tten eigene Briefk?sten installieren müssen.

          Ziel der ?sterreichischen Post ist ein Wachstum des Paketgesch?ftes - mit Fokus auf die Auslandsbeteiligungen - von sechs bis neun Prozent im Jahr bei einem potentiellen Umsatzrückgang im Briefzustellgesch?ft von j?hrlich drei bis fünf Prozent. Angestrebt wird au?erdem ein operativer Ertrag vor Abschreibungen von zehn bis zw?lf Prozent. Fortgesetzt werden soll die Verschlankung des Personalstandes von zuletzt rund 23 300 Mitarbeitern; j?hrlich werden 800 bis 900 Mitarbeiter abgebaut. Ebenso wird die Verkleinerung des Filialnetzes von derzeit gut 700 Filialen weiterbetrieben, 500 sollen übrigbleiben.

          Fortgesetzt werden soll auch die bestehende Dividendenpolitik: Die Ausschüttung von mindestens 75 Prozent des Nettoergebnisses sowie eine nachhaltige Dividende von 1,50 Euro werden avisiert. Mit einer Dividendenrendite von 7,5 Prozent in diesem Jahr übertrifft der Titel die im Wiener B?rsen-Leitindex ATX gebündelten Unternehmen bei weitem. Ebenso schneidet die ?sterreichische Post besser ab als die Deutsche Post und andere Unternehmen der von Analysten gerne herangezogenen Vergleichsgruppe. Dadurch habe sich der Wert der Aktie über das vergangene halbe Jahrzehnt im Vergleich durchaus respektabel entwickelt, hei?t es von den Analysten von Morgan Stanley.

          Der Vorstandssprecher der Post, Georg P?lzl, sieht das teilstaatliche Unternehmen bestens für einen weiteren B?rsengang gerüstet, wenn der Eigentümer dies wollte. "Meiner pers?nlichen Meinung nach würde eine weitere Privatisierung im Markt sehr gut aufgenommen werden. Die Post-Aktie ist ein attraktiver Titel, und die Anleger würden sich freuen, wenn mehr Aktien im Markt w?ren. Ich pers?nlich würde das begrü?en." Unterstützung für eine weitere Plazierung bekommt er von der neuen konservativen Finanzministerin der SP?-?VP-Koalitionsregierung, Maria Fekter, die weitere Privatisierungen wünscht. Die Republik ?sterreich h?lt noch 53 Prozent an der Post, die derzeit auf einen B?rsenwert von 1,4 Milliarden Euro kommt. Ein weiterer Verkauf bis auf die Sperrminorit?t w?re denkbar.

          Ungeachtet dessen punktet die Post mit einer konservativen Bilanz. Dazu geh?ren eine geringe Verschuldung und hohe Mittelzuflüsse. Nach Ansicht der Analysten von Unicredit bietet die Aktie eine attraktive Kombination aus einer hohen Ergebnistransparenz, einem starken Mittelzufluss und einem positiven Ergebnismomentum. Gelobt wird auch eine solide Dividendenrendite. Die Unicredit-Analysten nennen ein Kursziel von 27 Euro - das w?re eine Kurssteigerung um ein Fünftel. Ebenso halten die Analysten der Erste Group einen Spielraum von mehr als 20 Prozent für realistisch. Sie haben die Aktie mittlerweile auf "kaufen" heraufgestuft. Für die Gesch?ftsjahre 2011 bis 2013 lauten die Gewinnerwartungen je Aktie 1,80 Euro, 1,88 Euro und 1,89 Euro. Als Dividendenausschüttungen werden für diesen Zeitraum 1,60 Euro, 1,65 Euro und 1,70 Euro je Anteilschein erwartet. Hingegen stufen die Analysten der Deutschen Bank die Aktie unver?ndert mit "halten" ein, jedoch wurde das Kursziel von 23 auf 24 Euro erh?ht. Die ?sterreichische Post k?nnte als Beimischung auch für risikoscheue Anleger allemal interessant sein.

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