http://www.karinajett.com/-1vq-8hp

: Mit englischen Tugenden zum Gruppensieg

  • Aktualisiert am

AUGSBURG. Kurz vor der WM traf Hope Powell eine Aussage, die für eine Führungskraft des englischen Fu?balls sehr mutig ist: "Wir wollen das neue Deutschland werden." Damit meinte die Frau, die seit 13 Jahren das englische Team trainiert, das Ziel, "die führende Nation im Frauenfu?ball" zu werden.

          2 Min.

          AUGSBURG. Kurz vor der WM traf Hope Powell eine Aussage, die für eine Führungskraft des englischen Fu?balls sehr mutig ist: "Wir wollen das neue Deutschland werden." Damit meinte die Frau, die seit 13 Jahren das englische Team trainiert, das Ziel, "die führende Nation im Frauenfu?ball" zu werden. Der eher maue WM-Start des EM-Zweiten hatte das zuletzt ein wenig gro?spurig klingen lassen. Doch am Dienstag lie?en die Engl?nderinnen den Worten Taten folgen. Dank Schnelligkeit, Zweikampfst?rke und Schusskraft, den klassischen Tugenden englischen Fu?balls, kamen sie vor 20 000 Zuschauern in Augsburg gegen Japan zu einem verdienten 2:0 und holten sich den Gruppensieg.

          Japan hatte trotz der bereits sicheren Qualifikation für das Viertelfinale keine Spielerinnen geschont, es spielte dieselbe Elf, die zuvor mit einem 4:0 gegen Mexiko überzeugt hatte. Doch diesmal fehlte ihr die Torgefahr. Der "deutsche" Sturm, Kozue Ando vom FCR Duisburg und Yuki Nagasato von Turbine Potsdam, kam zumeist über harmlose Weitschüsse nicht hinaus. Deutlich gef?hrlicher das englische Pendant Ellen White. Nach 15 Minuten erlief die englische Mittelstürmerin einen Vierzig-Meter-Pass aus der eigenen Abwehr und lenkte den aufspringenden Ball mit der ersten Berührung als Heber über Torhüterin Ayumi Kaihori in den Torwinkel - bisher eines der besten Tore der WM.

          Nach 38 Minuten w?re der 22 Jahre alten Stürmerin des FC Arsenal beinahe das zweite Traumtor gelungen. In der N?he des Elfmeterpunktes nahm sie eine halbhohe Flanke als Mischung aus Fallrückzieher und Lupfer. Die japanische Torhüterin konnte den Ball gerade noch an die Latte lenken.

          Die Japanerinnen spielten filigraner, kombinierten feiner, aber es war eine andere Gewichtsklasse - es fehlte der Punch. Zudem gab es in der gesamten ersten H?lfte keine einzige Ecke und keinen Freisto? aus gef?hrlicher Position für Japan. Die Engl?nderinnen schienen gewarnt vor Aya Miyama. Erst in der 49. Minute schafften sie es nicht mehr, den Einsatz der Standardspezialistin zu verhindern, prompt wurde es gef?hrlich. Die aus halbrechter Position scharf Richtung Tor gedrehte Freisto?-Hereingabe erreichte Yuki Nagasato am Fünfmeterraum, diese verfehlte im Fallen das Tor knapp. Es gab vermehrt gute Kombinationen der Japanerinnen, die aber in Gegenwart der am Strafraum versammelten robusten Britinnen stets die n?tige Durchschlagskraft verlie?.

          Das Vorbild Deutschland kopierte Hope Powell mit einer Auswechslung, als sie wie ihre Kollegin Silvia Neid nach einer guten Stunde ihren Altstar, die 32-j?hrige Kelly Smith, herausnahm. Wütend und ohne der Trainerin einen vers?hnlichen Handschlag anzubieten, stampfte die Spielmacherin Richtung Bank. Und wie bei der Auswechslung von Birgit Prinz beim 1:0 gegen Nigeria dauerte es auch bei den Engl?nderinnen nur kurz, bis das Team zu einem Torerfolg kam. Rachel Yankey erreichte eine Flanke mit der Fu?spitze und hob den Ball über die kleine japanische Torhüterin zum 2:0 ins Netz - ein Vorsprung, den die kompakt verteidigenden Engl?nderinnen sicher ins Ziel brachten.

          CHRISTIAN EICHLER

          Topmeldungen

          Generalmajor Carsten Breuer, Kommandeur des ?Kommandos Territoriale Aufgaben“

          Bundeswehr und Corona : Dieser Feind ist unsichtbar

          Von der Berliner Julius-Leber-Kaserne aus koordiniert die Bundeswehr ihre Corona-Eins?tze. Anstatt auf Kettenfahrzeugen durch den Wald zu brausen, verteilen Soldaten eines Panzerbataillons jetzt Essen im Pflegeheim.
          Demonstranten am 1. Mai 2020 vor der Volksbühne in Berlin

          Corona-Demonstrationen : Rechte, Linke und Esoteriker?

          Der Unmut über die Corona-Einschr?nkungen befeuert Proteste. Die Demonstranten fürchten eine ?Corona-Diktatur“. Einige halten das Virus für eine Erfindung von Bill Gates.
          汤姆叔叔-在线视频