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ICE-Schnelltrasse : überzeugendes Ergebnis

Bei der neuen ICE-Schnelltrasse von Frankfurt nach Mannheim ist auch ein Halt in Darmstadt geplant (Symbolbild). Bild: Daniel Pilar

Die neue ICE-Schnelltrasse von Frankfurt nach Mannheim soll auch am Darmst?dter Hauptbahnhof halten. Das freut zwar den Darmst?dter Oberbürgermeister, macht das Bauvorhaben jedoch teurer. Bis der erste Zug auf neuen Gleisen nach Mannheim f?hrt, werden noch viele Jahre ins Land gehen.

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          Es gab vor einigen Jahren einmal eine sch?ne Idee, wie sich in Darmstadt ein ICE-Halt an der künftigen Schnellfahrstrecke der Deutschen Bahn von Frankfurt nach Mannheim ohne gro?e Mühen schaffen lie?e: Die Züge k?nnten schlicht in der N?he des Darmst?dter Kreuzes stoppen, wo sie sowieso entlangfahren. Von dort f?hrt die Stra?enbahn in die Innenstadt, und wer den ICE-Bahnhof mit dem Auto erreichen will, ist an einem Autobahnkreuz auch bestens bedient.

          Den Darmst?dtern war diese elegante L?sung aber nicht gut genug. Sie wollten, dass regelm??ig Züge die Neubaustrecke verlassen und einen Schlenker zum Hauptbahnhof fahren. Das Problem: Zwar k?nnen Züge von Frankfurt aus dorthin leicht abbiegen – aber von Mannheim aus ist das kompliziert.

          Nun sollen die Darmst?dter diesen Anschluss bekommen, aber er führt zwangsl?ufig mitten durch die Stadt. Um die Gegner der an der Heimst?ttensiedlung vorbeiführenden Strecke zu befrieden, hat sich die Deutsche Bahn für die gleiche Methode entschieden wie beim ebenfalls umstrittenen Streckenverlauf nahe Lampertheim: Der Konzern schl?gt einen Tunnel vor.

          Die neue Trasse: Gut zehn Minuten schneller.
          Die neue Trasse: Gut zehn Minuten schneller. : Bild: Fragik F.A.Z.

          Das ist ein überzeugendes Ergebnis, das nur einen einzigen Nachteil hat: Es erh?ht die Baukosten. Im Moment immerhin erweckt man im Bundesverkehrsministerium den Eindruck, Geld sei die kleinste aller Schwierigkeiten.

          Deutsche Bahn hat dazu gelernt

          Die dick aufgetragene Freude des Darmst?dter Oberbürgermeisters über diese L?sung spiegelt die Sorge, auch der Tunnel k?nnte nicht alle Gegner dieser Strecke zufriedenstellen. Allerdings hat die Deutsche Bahn aus dem Desaster rund um Stuttgart21 gelernt und ebenso wie bei der Neubaustrecke von Frankfurt nach Fulda in einem aufwendigen Beteiligungsprozess alle Beteiligten, Kommunen, Bürgerinitiativen und Verb?nde eingebunden. Zudem hat sie ihre Entscheidungskriterien wie auch den Weg der Entscheidung transparent gemacht. Das erschwert es, dagegen anzugehen.

          Bis der erste Zug auf neuen Gleisen nach Mannheim f?hrt, werden noch viele Jahre ins Land gehen. Die Entscheidung für eine konkrete Trasse ist jedoch eine gro?er Schritt nach vorn. Jetzt k?nnen die detaillierten Planungen beginnen. Die Zeit, um durchzuschnaufen, hat bei der Deutschen Bahn niemand.

          Manfred K?hler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

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